10:00 Uhr – Chillen am Dongtan Beach
Heute war mir nach absoluter Ruhe. Keine Roller, keine Tempel, kein Kater von zu viel Thai-Whiskey. Ich bin langsam Richtung Jomtien runter – Dongtan Beach, der entspanntere Abschnitt.
Hängematte, Kokosnuss, mein Lieblingsbuch (das ich nie wirklich lese). Ich hab einfach in die Sonne geglotzt, Möwen beobachtet und die Gedanken fliegen lassen.
11:45 Uhr – Thai Massage direkt am Meer
Ein paar Meter weiter stand ein Bambus-Schirm mit Massagematten. Die Dame fragte:
„Full body with oil or Thai style?“
Ich sag: „Mix. Surprise me.“
Sie lachte. Und was dann folgte, war eine Mischung aus Streicheln und Karate. Ich fühlte mich danach wie auseinandergebaut – aber irgendwie neu zusammengefügt.
13:00 Uhr – Kleine Überraschung: Beach-Beauty mit Sonnenhut
Ich lag wieder auf der Liege, als plötzlich ein Schatten neben mir auftauchte. Nicht Lek. Nicht Noi.
Eine neue Lady: Bee, schulterfreie Tunika, riesiger Sonnenhut, Bikini drunter, freche Lippen.
„You dropped your sunglasses,” sagt sie auf Englisch, und reicht mir meine Brille, die ich gar nicht verloren hatte.
Ich: „Smooth move.“
Sie grinst: „Works every time.“
14:30 Uhr – Gemeinsamer Snack & gefährlicher Papayasalat, die Zweite
Bee und ich holten uns Gai Yang (Grillhuhn), Klebreis und – wie soll’s anders sein – nochmal Som Tam.
Ich dachte, ich wär jetzt vorbereitet. Falsch gedacht.
Ich hustete wie ein Anfänger.
Sie: „You ok?“
Ich: „Yeah… just… deeply moved by the flavor.“
Sie lachte sich kaputt.
17:00 Uhr – Spaziergang am Strand & Gespräch über Ex-Freunde
Wir gingen Richtung Wasser, barfuß, unsere Flip-Flops in der Hand.
Irgendwann fragte sie: „Why you travel alone?“
Ich sagte: „Not running away. Just… walking slow.”
Sie erzählte, dass ihr Ex-Freund aus Schweden war, und dass sie auf entspannte Typen steht – ohne Drama.
Ich: „Na dann bin ich ja safe – ich bin maximal ein Soft-Drama.“
Sie lachte wieder. Ich mag ihr Lachen.
19:00 Uhr – Sonnenuntergang bei Sandbar By The Sea
Wir setzten uns in diese entspannte Beachbar. Reggae-Musik, sanfter Wind, kaltes Bier. Ich legte meinen Arm auf die Lehne ihres Stuhls – nicht offensiv, einfach da.
Sie lehnte sich leicht an. Kein Kuss, kein Date-Gedöns. Einfach: Nähe.
21:30 Uhr – Fast ein Missverständnis
Ich fragte, ob ich sie nach Hause bringen soll. Sie sagte nein – mit einem Blick, der schwer zu deuten war.
Dann: „I like today. But slow, ok?“
Ich nickte. Und sie küsste mich kurz auf die Wange.
Nicht jede Frau will gleich mehr. Und das ist okay. Vielleicht sogar besser so.

Manchmal brauchst du keine neue Liebe, keine alte Flamme, keinen Adrenalinkick. Nur Sonne, Salz auf der Haut, ein bisschen Würze – und ein Mädchen mit einem Sonnenhut, das weiß, wie man ein Herz zum Stolpern bringt.



