08:30 Uhr – Frühstück mit Aussicht & kurzer Chat mit Lek
Bin früh wach geworden, die Sonne knallte schon durch den Vorhang. Im Hotel-Restaurant gab’s klassisch Thai & Western Breakfast – ich hab mich für das Omelett mit Toast entschieden und dazu Mango.
Gerade als ich fertig war, ploppte eine Nachricht auf: Lek.
🟢 „Still sleepy… but thinking about yesterday 😊“
Ich grinste. Schreib zurück:
🟢 „Me too. Maybe see you later?“
🟢 „Maybe…“
Diese Frau liebt Andeutungen.
10:00 Uhr – Roller gemietet & los geht’s
Hab mir unten an der Beach Road einen Roller ausgeliehen – 150 Baht für den Tag. Der Vermieter war freundlich, hat mir sogar einen Helm gegeben, der nicht ganz aussah wie ein Kochtopf.
Ziel: spontan. Einfach losfahren. Pattaya raus, in die Hügel.
11:00 Uhr – Tempelbesuch: Wat Phra Yai (Big Buddha Hill)
Der Roller zog gut, und ich landete am Big Buddha Hill. Riesige goldene Statue, viele kleine Glöckchen im Wind, sanfte Musik aus Lautsprechern. Ich bin barfuß die Treppe hoch, an betenden Thais vorbei. Ich zündete ein Räucherstäbchen an – einfach so, aus Respekt.
Ein Moment, der stiller war als erwartet.
13:30 Uhr – Streetfood & scharfer Papaya-Salat
Zurück in Richtung Stadt bin ich an einem kleinen Thai-Festival vorbeigekommen – keine Ahnung, was genau gefeiert wurde, aber überall bunte Girlanden, Musik und Essen. Ich hab mich an einem Stand niedergelassen, Som Tam (Papaya-Salat) bestellt – und hab’s sofort bereut: höllisch scharf, aber süchtig machend. Neben mir saß ein Girl mit schulterlangen schwarzen Haaren, Sonnenbrille auf dem Kopf, ganz in Weiß.
„You like spicy, farang?“
Ich musste lachen: „I like… surviving.“
Sie stellt sich vor: Noi. Halb Thai, halb aus Bangkok geflüchtet, um ein bisschen Freiheit zu schnuppern.
Sie: „Want to see a real local festival? Come.“
Ich: „Lead the way.“
15:00 Uhr – Tanzen im Tempelhof & thailändischer Whiskey
Noi führte mich zu einem Innenhof, wo eine kleine Band live spielte. Leute tanzten, jung und alt, sogar Mönche saßen am Rand und lachten. Irgendwer drückte mir einen Becher mit Thai-Whiskey in die Hand – süß, stark, gefährlich.
Noi und ich tanzten. Erst zaghaft, dann mit Lachen, dann wild.
Ich fühlte mich, als wär ich Teil von etwas Echtem.
18:00 Uhr – Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt
Sie nahm mich mit zum Pattaya Viewpoint – direkt gegenüber vom Pattaya-Schriftzug. Der Blick? Magisch. Die Stadt, das Meer, das Licht – alles wie aus einem Film. Sie lehnte sich an mich. Kein Kuss, aber Nähe.
Sie: „You’re not like the other tourists.“
Ich: „You’re not like the other locals.“
Wir schwiegen. Es war genau richtig.
20:00 Uhr – Zurück in der Stadt & Lek schreibt nochmal
Als ich wieder allein war, vibrierte mein Handy.
🟢 „Still maybe. But maybe means yes tomorrow.“
Zwei Frauen. Zwei Vibes. Zwei ganz verschiedene Energien.

Roller unter dem Hintern, Räucherstäbchen in der Hand und neue Augen, die dich anschauen wie ein Fragezeichen. Pattaya gibt dir nicht nur Partys – es gibt dir kleine Geschichten, die größer werden können.



