Goldener Buddha, tropische Gärten & Nachtmarkt in Pattaya

08:00 Uhr – Frühstück & Sonntagspläne
Der Sonntag beginnt ruhig. Ich sitze beim Frühstück, trinke meinen Kaffee und schaue hinaus auf Pattaya, das noch etwas verschlafen wirkt. Sonntage sind für Ausflüge gemacht, also will ich heute raus aus dem Zentrum, weg von Bars, Verkehr und Strandtrubel. Am Nebentisch sitzt eine Thai-Frau Mitte 20, die gerade in ihr Handy schaut und nebenbei eine Schale Reis mit Omelett isst. Als sie merkt, dass ich auf meiner Karte nach Zielen südlich von Pattaya suche, lächelt sie und fragt: „You go sightseeing today?“

Sie heißt Noi, kommt aus Sattahip und kennt die Gegend besser als jeder Reiseführer. Als ich Khao Chi Chan erwähne, nickt sie sofort: „Buddha Mountain is beautiful in the morning. Not too hot yet.“ Damit ist der Tagesplan geboren.

09:30 Uhr – Fahrt Richtung Na Jomtien
Wir nehmen ein Taxi und lassen Pattayas dichtes Zentrum hinter uns. Die Stadt verändert sich schnell: weniger Hochhäuser, mehr Grün, kleine Tempel, Straßenstände mit Kokosnüssen und gegrilltem Huhn. Noi zeigt unterwegs immer wieder aus dem Fenster und erzählt kleine Geschichten. Mal über einen lokalen Markt, mal über eine Familie, die dort schon seit Jahren frische Ananas verkauft. Es ist genau diese Art Begleitung, die aus einem normalen Ausflug eine kleine persönliche Reise macht.

10:15 Uhr – Khao Chi Chan, der Buddha Mountain
Der erste Blick auf Khao Chi Chan ist beeindruckend. Die riesige goldene Buddha-Gravur leuchtet auf der Felswand, ruhig und majestätisch. Es ist kein lauter Ort, sondern eher einer, an dem man automatisch etwas langsamer wird. Vor der Felswand liegen gepflegte Gartenflächen, kleine Wege und Fotopunkte, aber trotz einiger Besucher bleibt die Atmosphäre angenehm entspannt.

Noi faltet kurz die Hände, macht einen Wai und sagt leise: „Thai people come here for luck, for respect.“ Ich bleibe neben ihr stehen und lasse den Blick über die Felswand wandern. Die goldenen Linien wirken fast unwirklich gegen den hellen Stein. Für einen Moment ist es still genug, um Vögel in den Bäumen zu hören.

12:00 Uhr – Kokosnuss, Schatten & kleine Gespräche
Nach dem Rundgang setzen wir uns an einen kleinen Stand in der Nähe. Ich bestelle eine frische Kokosnuss, Noi nimmt einen Eistee. Der Verkäufer hackt die Kokosnuss mit zwei schnellen Schlägen auf, reicht sie mir hinüber und lacht, als ich fast den Strohhalm verliere. Noi grinst: „You need more practice with Thai coconut.“

Wir bleiben länger sitzen als geplant. Es ist heiß, aber unter dem Dach zieht ein leichter Wind durch. Wir reden über Pattaya, über Reisen und darüber, warum viele Besucher nur das Nachtleben sehen, obwohl rundherum so viele ruhige, schöne Orte liegen.

13:30 Uhr – Nong Nooch Tropical Garden
Am frühen Nachmittag fahren wir weiter zum Nong Nooch Tropical Garden. Schon der Eingang wirkt wie ein anderer Kosmos: Palmen, Orchideen, kunstvoll angelegte Gärten und breite Wege, die sich durch die riesige Anlage ziehen. Noi kennt eine Route, die nicht sofort zu den vollsten Bereichen führt. Wir laufen zuerst durch einen Garten voller Kakteen und Sukkulenten, dann weiter zu bunten Blumenbeeten und kleinen Aussichtspunkten.

Besonders schön ist der Kontrast: Auf der einen Seite tropische Pflanzen und perfekt geschnittene Hecken, auf der anderen Seite dieses typisch thailändische Gefühl von Wärme, Farben und kleinen Details. Noi bleibt vor einer Gruppe Orchideen stehen und sagt: „My grandmother loves these flowers.“ Dann macht sie ein Foto, aber nicht von sich selbst – nur von den Blüten. Das gefällt mir.

15:30 Uhr – Kleine Pause im Garten
Wir gönnen uns eine Pause mit kalten Getränken. Ich merke, wie viel größer die Anlage ist, als ich erwartet hatte. Überall gibt es neue Perspektiven: ein See, eine Brücke, dekorative Figuren, schattige Wege. Noi erzählt, dass viele Thais hier mit Familien herkommen, besonders am Wochenende. „Good for photos, but also good for walking,“ sagt sie. Genau das trifft es.

17:30 Uhr – Zurück nach Pattaya
Auf der Rückfahrt wird es im Taxi ruhiger. Noi lehnt sich zurück, draußen färbt sich der Himmel langsam weicher. Pattaya empfängt uns wieder mit Verkehr, Motorengeräuschen und diesem typischen Mix aus Meeresluft, Benzin und Straßenküche.

19:00 Uhr – Abendessen auf dem Thepprasit Night Market
Zum Abschluss fahren wir zum Thepprasit Night Market. Nach dem ruhigen Tagesprogramm ist das genau der richtige Kontrast: Lichter, Stimmen, Rauch von Grillständen, gebratene Nudeln, Kleidung, Souvenirs und überall Menschen. Wir holen uns Satay-Spieße, Som Tam, gebratene Garnelen und zum Schluss Mango Sticky Rice. Noi lacht, weil ich beim Som Tam wieder zu mutig bin. „You never learn,“ sagt sie und schiebt mir einen süßen Thai Tea hin.

Wir setzen uns an einen einfachen Tisch, um uns herum klappert Besteck, irgendwo läuft Musik, und ein Händler ruft seine Preise in die Menge. Es ist kein schicker Abschluss, aber ein echter. Genau so fühlt sich Pattaya für mich an: morgens Kultur und Ruhe, nachmittags tropische Farben, abends Streetfood und Leben.

21:30 Uhr – Zurück ins Hotel
Als ich später zurückkomme, bin ich müde, aber angenehm müde. Der Tag hatte keine große Party, keinen Club, kein Drama – nur schöne Orte, gute Gespräche und viel Thailand-Gefühl. Ein perfekter Sonntag.

📍 Location-Infos
Khao Chi Chan / Buddha Mountain – Felswand mit großer goldener Buddha-Darstellung südlich von Pattaya; die Tourism Authority of Thailand nennt tägliche Öffnungszeiten von 08:00 bis 18:00 Uhr.
Nong Nooch Tropical Garden – Große tropische Gartenanlage bei Pattaya; aktuelle Besucherinformationen nennen Öffnungszeiten von 08:00 bis 18:00 Uhr.
Thepprasit Night Market – Bekannter Wochenend-Nachtmarkt in Pattaya; Besucherangaben nennen Freitag bis Sonntag etwa 17:00 bis 23:00 Uhr.

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