12:30 Uhr – Spätstart mit Kater-Kaffee
Ich bin heute nicht vor Mittag aus dem Bett gekrochen. Gestern noch Sonne, Bikini und Kokosnuss – heute Kopfschmerz, trockener Mund und Appetit auf irgendwas Frittiertes.
Im Bronx Diner gab’s dann das Kater-Frühstück Deluxe: Pancakes mit Bacon, Spiegeleier, Eiskaffee mit Extra Shot Espresso. Ich war wieder im Spiel.
15:00 Uhr – Spaziergang & Barber-Shop
Hab mich dann über die Second Road treiben lassen – die Hitze flimmerte, die Garküchen dampften.
Spontan zum Barber rein, Seiten auf Null, Bart gestutzt. Frisch wie neu.
„You go Walking Street tonight, bro?“ fragte der Friseur.
Ich nickte. „Natürlich.“
Er grinste: „Be careful. Not everything with long legs is a girl.“
Ich grinste zurück: „Noted.“
19:00 Uhr – Einstieg: Beach Road → Walking Street
Sonnenuntergang über der Beach Road. Ich trank ein Chang-Bier im Stehen, beobachtete die Lichter, wie sie angingen – wie ein Startsignal.
Walking Street leuchtete schon: Rot, Blau, Pink, Neon. Musik aus jeder Ecke. Thai Girls, Russinnen, Ladyboys, DJs, Verkäufer, Touris – ein Zirkus auf Droge.
20:15 Uhr – Die Tänzerin mit dem Blick
Ich lief an einem Club vorbei, Galaxy Lounge, als mich ein Mädchen direkt fixierte – nicht plump, sondern magnetisch.
Sie hatte einen halben Undercut, dunkelrote Lippen, ein bauchfreies Netz-Top und einen großflächigen Schlangen-Tattoo-Ärmel.
Sie stand da, lehnte an der Wand, rauchte.
„You like to dance or just watch?“ fragte sie, als ich näherkam.
Ich: „Depends on who’s dancing.“
Sie: „I’m dancing in 5 minutes. Don’t blink.“
21:00 Uhr – Feuer auf der Bühne
Ich ging rein. Sie tanzte. Sexy, kontrolliert, wild. Kein GoGo-Strip, eher wie eine Performance – mit Blicken, die durch dich durchgehen.
Später kam sie an den Tisch, setzte sich auf die Lehne neben mich.
„You not like the others. You watch like you read people.“
Ich sagte nichts. Sie nahm mein Bier. Trank. Gab’s zurück.
22:30 Uhr – Tattoo-Girl mit Feuer im Blick
Sie stellte sich vor: Mimi, halb Thai, halb Isaan, Ex-Tänzerin in Bangkok, jetzt in Pattaya „nur für Spaß“.
„No boyfriend. No owner. No lies.“
Wir redeten, tranken, lachten.
Sie tanzte nochmal, dann sagte sie:
„You want to walk? I show you real Walking Street.“
23:00 Uhr – Ladyboys, Straßenchaos & 1 Schuss zu viel
Wir gingen raus, liefen an Ladyboy-Bars vorbei, vorbei an kreischenden Touristen und fliegenden Verkäufern.
Sie kaufte zwei Shots in Plastikkelchen – grün und böse.
„Drink it and don’t ask.“
Ich trank. Es brannte. Alles drehte sich leicht.
Sie lachte. „Now you ready for part two.“
00:30 Uhr – Kuss im Neon, keine Zukunft, aber perfekt im Moment
Wir standen später an einem versteckten Spot mit Blick aufs Meer, unter einer grellen Reklametafel.
Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände. „I like you. But I don’t belong to anyone.“
Dann küsste sie mich. Lang, langsam, intensiv.
Kein Versprechen. Kein Morgen. Nur: Jetzt.

Walking Street ist keine Straße – es ist ein Paralleluniversum. Und manche Girls wie Mimi brennen wie Neon: heiß, gefährlich, und du weißt, du kannst sie nicht behalten. Aber du wirst sie nie vergessen.



